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Honda hatte Presse und DIY-Presse nach Weibersbrunn geladen und ich habe mich sehr gefreut, dass ich dieses Mal dabei sein durfte.

Taunus zum Aufwachen, Wetter viel besser als versprochen

Was mich auch sehr gefreut hat war die schöne Selbstverständlichkeit mit der das bloggende Stammpersonal First-timer wie meine Wenigkeit einfach mal wegintegrierte. Schnapp dir ein Mopped, wir sind ja zum Fahren hier. Ich wäre gerne im Anschluss noch etwas geblieben, hatte aber abends noch einen Termin im Ruhrgebiet, weshalb ich relativ pünktlich um kurz nach fünf das Leder gegen Jeans und Kapu tauschte, und mich daran machte den W202 gen Nordwesten zu überführen. Den hatte ich am Abend zuvor nämlich eingesammelt und er machte an diesem Tag vieles zum ersten Mal seit langer Zeit. Im vierten oder fünften Gang fahren, oder mehr als 3000 U/min anliegen haben, zum Beispiel. Hat er gut gemacht, nur die Kupplung braucht jetzt zeitnah ein bisschen Zuwendung, Geber- und/oder Nehmerzylinder haben es wohl hinter sich.

Zwischen Anfang und Ende fuhr ich meistens. Kleinkram, also verhältnismäßig. Ich war vermutlich der einzige mit einer 35kW-Beschränkung im Schein und da die meisten Anwesenden leistungsmäßig aufsteigend fuhren, hatte ich am Nachmittag die A2-Moppeds größtenteils für mich.

Honda CTX700N

Honda CTX700N

CTX 700 N mit DCT
Da ich noch nie ein Mopped mit DCT unter dem Hintern hatte, fing ich ich damit an. DCT ist ein elektrisch betätigtes, sequentielles Schaltgetriebe — etwas das man sonst eher in der Welt der Vierräder findet. Im Normalfall übernimmt das Steuergerät die Entscheidung über den Schaltpunkt, entweder im D- oder im S-Modus. Letzterer schaltet etwas später hoch, wie die Bezeichnung erwarten lässt. Der Mensch auf der Sitzbank kann hier jederzeit eingreifen und über zwei Schaltpaddel links am Lenker hoch oder runter schalten. Alternativ kann man die Automatik auch ganz abschalten und nutzt dann nur die beiden Schaltpaddel. Fußschalthebel oder Kupplungshebel gibt es demnach logischerweise nicht.

Kurze Einführung in das System durch Hondas Oli Franz und schon blubberte ich auf der CTX 700 N vom Hof. Wenn die Vultus das Bat-Mopped ist, taugt die CTX immerhin noch für Robin. Wenn man das DCT auf S stellt, macht auch die zügige Gangart Spaß. Bis zur ersten echten Kurve, da kratzt dann recht überraschend die Fußraste. Das fällt auch nicht weiter schwer, denn die Rasten liegen gewöhnunsbedürftig weit vorne und nicht sonderlich weit oben. In die Kurve hinein kommt man übrigens sehr leicht: der große Lenker bietet einen kräftigen Hebel. Manuelles runterschalten vor der Kurve ist dann auch so trivial wie hilfreich mit dem DCT. Wenn man sich erstmal daran gewöhnt hat, dass der elektronische Schaltknecht beim Beschleunigen aus einer konstanten Fahrsituation erstmal eine Gedenksekunde benötigt, bevor er runterschaltet, kann man dem ruckelfreien Gangwechsel im Kurvenscheitel einiges abgewinnen. Gut gemachte Technik, die nicht das geringste mit einer Rollerautomatik zu tun hat.

Das Fahrwerk der CTX glänz durch Unauffälligkeit, die ganze Fuhre macht in Summe durchaus Spaß, beim zweiten Mal mehr, als beim ersten. Aber nicht für ewig, irgendwann muss man ja mal wieder runter vom Pott. Die Sitzhaltung ist nicht meins. Fazit DCT für’s erste: Die ultimative Ausstattung für ein Pendlermopped. Kleine Scheibe, nicht zu breiter Lenker und Riemen statt Kette und fertig ist der No-Brainer für den täglichen Bedarf. Die CTX ist dabei schon aufgrund des breiten Lenkers raus, aber der Genussfahrer fühlt sich sicher ganz wie zu Hause.

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Always in high demand: die NM4 Vultus

Mehr Moppeds
Ich fuhr außerdem: CBR300 und 500, CB500F, MSX125, SH150i, SH300i und CB125F. Mehr darüber demnächst hier.

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